(red)
Die steigenden Energie- und Kraftstoffpreise bringen mehrere kommunale Unternehmen in Schwerin zunehmend unter Druck. Besonders betroffen sind der Nahverkehr Schwerin (NVS), die Stadtwerke sowie die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen. Das berichtet die Schweriner Volkszeitung (SVZ).
Allein beim Nahverkehr Schwerin sind die Dieselkosten nach Unternehmensangaben um rund 600.000 Euro pro Jahr gestiegen. Das Geld fehle an anderer Stelle. Der NVS warnt, dass die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs unter den aktuellen Rahmenbedingungen neu gedacht werden müsse. Bund und Länder seien gefordert, die Mehrkosten aufzufangen und Investitionen in klimafreundliche Antriebe weiter zu unterstützen.
Auch die Stadtwerke Schwerin sehen sich steigenden Beschaffungskosten für Strom und Gas gegenüber. Zwar habe eine langfristige Einkaufsstrategie die Auswirkungen bislang abgemildert, wie sich die Preise künftig entwickeln, lasse sich derzeit aber noch nicht seriös vorhersagen. Entscheidend seien unter anderem die Netzentgelte und weitere staatliche Preisbestandteile.
Steigen jetzt Gebühren und Preise?
Ob die Mehrkosten am Ende bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen, ist derzeit noch offen. Nach Informationen der SVZ schließen weder die Stadtwerke noch die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen künftige Preisanpassungen grundsätzlich aus. Auch Auswirkungen auf die Abfallgebühren werden demnach nicht ausgeschlossen, sollten die hohen Dieselpreise dauerhaft anhalten.
Fest steht: Die angespannte Lage auf den Energiemärkten trifft längst nicht mehr nur private Haushalte. Auch kommunale Unternehmen kämpfen mit deutlich höheren Betriebskosten – und damit wächst der Druck auf Gebühren, Fahrpreise und andere kommunale Leistungen.















Was sagen Sie dazu?