(stm/red)
Schwerin erlebt einen zunehmend rauen Landtagswahlkampf. Am Wochenende kam es in der Stadt zu mehreren Sachbeschädigungen mit politischem Hintergrund. Betroffen sind verschiedene Parteien.
Der Wahlkampf für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist noch jung – in Schwerin geht es offenbar bereits deutlich über das übliche Überkleben oder Beschmieren von Wahlplakaten hinaus.
Am Wochenende wurden nach bisherigen Erkenntnissen mehrere politische Werbemittel beschädigt. Unter anderem wurde ein Wahlplakat von Bündnis 90/Die Grünen angezündet und verbrannt. Ein AfD-Wahlplakat wurde wiederum auf andere Weise „künstlerisch“ verändert.
Für einen weiteren Vorfall gibt es inzwischen konkrete Angaben der Polizei. Am Samstagabend gegen 22:50 Uhr wurde die Polizei zum AfD-Bürgerbüro am Bürgermeister-Bade-Platz gerufen. Ein Hinweisgeber hatte eine Sachbeschädigung gemeldet. Bei der anschließenden Nahbereichsfahndung stellten die Beamten einen 28-jährigen Tatverdächtigen fest. Nach Angaben der Polizei räumte dieser ein, einen Eimer mit roter Farbe gegen das Fenster des Bürgerbüros geworfen zu haben. Auf einer Fläche von etwa zwei mal zwei Metern wurde das Fenster dadurch mit Farbe beschmiert. Die Polizei sicherte Spuren, der Schaden wird auf rund 500 Euro geschätzt.
Damit sind am Wochenende offenbar mehrere politische Akteure beziehungsweise deren Wahlwerbung Ziel von Sachbeschädigungen geworden. Von einem einzelnen politischen Lager kann dabei zumindest nach den bislang bekannten Fällen nicht gesprochen werden.
Gerade mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl ist die Entwicklung bemerkenswert. Wahlplakate gehören seit Jahren zum Straßenbild vor Wahlen – ebenso wie Beschädigungen und Schmierereien. Wenn allerdings Plakate angezündet werden oder Parteibüros mit Farbe attackiert werden, bekommt der Wahlkampf eine andere Dimension.
Ob zwischen den einzelnen Taten ein Zusammenhang besteht, ist derzeit nicht bekannt. Die Polizei hat bei dem Angriff auf das AfD-Bürgerbüro einen Tatverdächtigen festgestellt. Bei den weiteren Beschädigungen ist die jeweilige Absenderschaft, nach derzeitiger Informationslage nicht geklärt.
Fest steht aber: In Schwerin hat der Landtagswahlkampf am vergangenen Wochenende seine ersten deutlichen Spuren hinterlassen – und die sind nicht nur auf den Wahlplakaten zu sehen.













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