Schweriner Abkommen von 1945: Vortrag erinnert an vergessene Grenzgeschichte

(red)

Am 21. September 1945 wurde zwischen Vertretern Polens und der sowjetischen Militäradministration (SMA) das sogenannte Schweriner Abkommen geschlossen. Die Vereinbarung veränderte den Verlauf der deutsch-polnischen Grenze im Norden und hatte weitreichende Folgen für Mecklenburg-Vorpommern und die gesamte südliche Ostseeregion. Anlässlich des 81. Jahrestages wird die Geschichte des Abkommens nun in Schwerin aufgegriffen.

Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, spricht Prof. Dr. Haik Thomas Porada vom Leibniz-Institut für Länderkunde über das Schweriner Abkommen und seine Folgen. Beginn ist um 18 Uhr im Tagungszentrum der Akademie Schwerin in der Mecklenburgstraße 59. Mit dem Abkommen wurde der Verlauf der Oder-Neiße-Linie im Norden nach Westen korrigiert. Stettin und sein Umland sowie Swinemünde auf Usedom wurden polnisch. Für die damalige Region Mecklenburg-Vorpommern hatte die Grenzverschiebung politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen.

Porada will in seinem Vortrag die Hintergründe des Abkommens erläutern und nachzeichnen, wie sich die Grenzverschiebung auf die weitere Entwicklung der Region auswirkte. Dabei geht es auch um ein Kapitel der deutschen und polnischen Nachkriegsgeschichte, das heute in der öffentlichen Erinnerung nur noch eine vergleichsweise geringe Rolle spielt. Die Veranstaltung soll damit einen Blick auf die unmittelbare Nachkriegszeit und die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen ermöglichen.

Die Veranstaltung findet am 8. Oktober um 18 Uhr im Tagungszentrum der Akademie Schwerin, Mecklenburgstraße 59, 19053 Schwerin, 1. Obergeschoss, statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist unter sekretariat@akademie-schwerin.de möglich. Veranstalter ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.


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