(stm/red)
Was darf rund um Schwerin gebaut werden, ohne das Welterbe zu beschädigen? Genau diese Frage wird jetzt konkret – und die Menschen vor Ort sollen mitreden.
Für sechs geplante Windenergieanlagen bei Wittenförden und Klein Rogahn wird derzeit ein sogenanntes Heritage Impact Assessment erarbeitet. Dabei geht es nicht nur um technische Sichtachsen auf Karten. Die Gutachter wollen wissen, welche Blicke auf Schloss, Seen und Landschaft für die Menschen tatsächlich wichtig sind – und wo Bauvorhaben das Erscheinungsbild des Schweriner Residenzensembles beeinträchtigen könnten.
Deshalb läuft derzeit eine 33 Fragen umfassende Stakeholder-Befragung. Gefragt wird unter anderem nach wichtigen Sichtbeziehungen, besonderen Wahrnehmungsorten und der Bedeutung bestimmter Landschaftsräume. Die Antworten sollen anonymisiert ausgewertet und in das Gutachten aufgenommen werden.
Das ist keine Abstimmung über den Windpark und ersetzt auch kein Genehmigungsverfahren. Trotzdem ist die Befragung bemerkenswert: Nicht nur Behörden, Planer und Denkmalschützer sollen beschreiben, was rund um das Welterbe schützenswert ist. Auch das Wissen der Menschen, die hier leben und arbeiten, soll in die Bewertung einfließen.
Und genau deshalb lohnt sich die Teilnahme. Wer sich im Schweriner Umland auskennt, bestimmte Blicke auf das Schloss kennt oder weiß, welche Landschaftsräume für die Wahrnehmung des Residenzensembles wichtig sind, kann hier Informationen liefern, die möglicherweise in keiner Behördenakte stehen.
Die Befragung läuft noch bis zum 10. September 2026 und dauert etwa 10 bis 15 Minuten.
Hier geht es direkt zur Befragung
Wer möchte, dass nicht erst auf der Karte entschieden wird, welche Sicht auf Schwerin wichtig ist, sollte sich beteiligen.
















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