Schwerins Stadtverwaltung will 138.200 Euro mehr fürs Jobticket zahlen

(stm)

Wer bei der Stadt Schwerin arbeitet, kann vergünstigt mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren. Das ist das sogenannte „Jobticket“.

Dafür will, beziehungsweise muss die Stadt in diesem Jahr 138.200 Euro zusätzlich ausgeben, also mehr als ursprünglich geplnat.

Das Jobticket ist eine Leistung, die die Stadt ihren Beschäftigten anbietet. Auf der eigenen Karriereseite führt sie das vergünstigte Ticket für den Nahverkehr ausdrücklich als Vorteil einer Beschäftigung bei der Stadt auf. Rund 1.100 Menschen arbeiten demmnach bei der Stadtverwaltung.

Das bedeutet auch: Die Stadt entscheidet sich bewusst dafür, ihre Beschäftigten beim Weg zur Arbeit finanziell zu unterstützen. Wer das Jobticket nutzt, bezahlt also nicht die komplette Fahrkarte selbst. Ein Teil der Kosten wird vom Arbeitgeber übernommen – und der Arbeitgeber ist in diesem Fall die Stadt Schwerin – also der Schweriners Steuerzahler/in.

2026 reicht das bisher eingeplante Geld dafür nicht aus. Deshalb will die Verwaltung weitere 138.200 Euro in den Haushalt einstellen. Die Entscheidung darüber steht noch aus.

Der höhere Bedarf ist dabei nicht allein eine Entscheidung der Stadt. Die Preise für den Nahverkehr sind gestiegen. Die Stadt kann diese Tarife – so behauptet sie – nicht selbst festlegen. (Warum hat Schwerin einen NVS wenn sie die Kosten nicht festlegen kann???)

Trotzdem landet die zusätzliche Rechnung beim städtischen Haushalt, weil die Stadt an ihrem Angebot für die Beschäftigten festhält.

Für die Nutzer des Jobtickets bleibt es damit bei einer Vergünstigung. Für alle anderen Schweriner ist der Punkt ein anderer: Die 138.200 Euro sind städtisches Geld. Sie fließen nicht in einen allgemeinen Nahverkehrsrabatt für alle Einwohner, sondern in eine Leistung für Beschäftigte der Stadtverwaltung.

Das muss nicht schlecht sein. Eine Stadt kann sich bewusst dafür entscheiden, solche Leistungen anzubieten, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Aber es ist eben eine politische Entscheidung – und eine, die Geld kostet.

In diesem Fall sollen es 2026 zusätzlich 138.200 Euro sein. Die Entscheidung steht aus – soll auf der nächsten Sitzung der Stadtvertretung fallen.


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