(stm)
Der Zoo Schwerin braucht in diesem Jahr deutlich mehr Geld als ursprünglich geplant. Nach einer aktuellen Vorlage der Stadtverwaltung soll die Stadt zusätzliche 750.000 Euro für den Zoo bereitstellen. Hintergrund ist ein für Ende 2026 erwartetes Defizit, also Minus von rund 761.000 Euro.
Der Grund liegt nach Angaben der Stadt vor allem bei den Einnahmen: Im Zoo wurden weniger Besucher und damit auch weniger Eintrittskartenverkäufe realisiert als geplant. Nach Angaben der Verwaltung verzeichneten Zoos in Ostdeutschland im laufenden Jahr einen Rückgang der Besucherzahlen von rund 20 Prozent. Die Stadt beruft sich dabei auf das Tourismusbarometer der Sparkasse für Ostdeutschland. Gleichzeitig seien die Kosten gestiegen. Als Ursache nennt die Verwaltung unter anderem die Auswirkungen globaler Konflikte. Auf diese Entwicklungen könne die Zoo gGmbH keinen entscheidenden Einfluss nehmen.
Deshalb sieht die Verwaltung den Zoo derzeit auch nicht in der Lage, das erwartete Minus aus eigener Kraft auszugleichen. Mit den zusätzlichen 750.000 Euro soll das Defizit weitgehend aufgefangen werden. Auffällig: Zwischen dem prognostizierten Jahresdefizit von 761.000 Euro und dem beantragten zusätzlichen städtischen Zuschuss liegen lediglich rund 11.000 Euro – diese müssten theoretisch anderweitig aufgebracht werden.
Die 750.000 Euro sind Teil einer größeren Nachtragshaushaltsvorlage der Stadt. Insgesamt sollen für verschiedene Bereiche der Stadtverwaltung und ihrer Gesellschaften zusätzliche Aufwendungen von rund 17,5 Millionen Euro beschlossen werden.
Über den zusätzlichen Zuschuss für den Zoo muss die Schweriner Stadtvertretung auf der nächsten Sitzung entscheiden.












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