🌐 Beitrag übersetzen
🌐 Übersetzen – kostenlos, automatisch
(stm/red)
Die einen wollen weniger Spätis in der Altstadt, die anderen kämpfen jetzt öffentlich für sie: Auf openPetition läuft seit wenigen Tagen die Petition „Rettet die Spätis in Schwerin“. Initiator ist Felix Bendel aus Schwerin. Sie richtet sich an die Stadt und das Land Mecklenburg-Vorpommern – und hat bislang rund 120 Unterschriften gesammelt.
Die Forderung: sonntags ganzjährig öffnen
Es geht der Petition nicht um neue Läden, sondern um die Öffnungszeiten. Wie es in dem Aufruf heißt, dürfen Spätis nach der aktuellen Öffnungszeitenverordnung nur in zwei Zeiträumen – vom 15. März bis 31. Oktober sowie vom 17. Dezember bis 8. Januar – sonntags maximal sechs Stunden bis spätestens 19 Uhr öffnen. In der übrigen Zeit müssen sie sonntags geschlossen bleiben. Gefordert wird, diese Regelung zu überprüfen und eine passende Ausnahme für Spätis zu schaffen.
Die Begründung: Nahversorgung und Existenz
Die kleinen Läden gehörten inzwischen zum Stadtleben dazu, schreibt Bendel. Spätis verkauften nicht nur Getränke und Tabakwaren, sondern auch Lebensmittel wie Milch, Eier und Brot sowie Hygieneartikel – Dinge, die man brauche, wenn Supermärkte längst geschlossen hätten. Für manche Betreiber sei der Sonntag obendrein einer der wichtigsten Umsatztage; fielen diese Einnahmen weg, könne das die Existenz gefährden.
In den Kommentaren der Unterschriftenliste spricht die Kundschaft: Jugendliche schreiben, am Wochenende seien die meisten Läden zu, wenn man noch etwas kaufen wolle. Andere nennen die Spätis „nächtliche Retter“ – und einer schreibt schlicht: „Spätis geben dieser Stadt einen Hauch von Coolness.“
Die zweite Front: Die Stadt prüft eine Obergrenze
Die Petition läuft parallel zu einer ganz anderen Debatte: In der Altstadt boomt die Späti-Kultur – rund um den Markt ist binnen kurzer Zeit gleich eine ganze Reihe neuer Läden eröffnet. Die Stadtvertretung hatte im Mai mehrheitlich beschlossen, prüfen zu lassen, ob eine Obergrenze für die Späti-Dichte im Welterbe-Bereich möglich ist; die Ergebnisse sollten der Stadtvertretung bis Mitte September vorgelegt werden. Bereits im Januar hatte die Verwaltung Einschränkungen bei der Zulassung allerdings abgelehnt.
Beide Debatten drehen sich um dieselbe Frage: Was darf Nachtleben in der Innenstadt kosten – Lärm, Müll und Ruhe auf der einen Seite, Versorgung und Existenzen auf der anderen?
Hier geht es direkt zur Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-spaetis-in-schwerin
Lesen Sie dazu auch gerne: unser Bericht von der Ablehnung der Verwaltung aus dem Januar und das Gespräch mit einem 18-Jährigen zur Schlachtermarkt-Debatte.
Gelesen bei: Nordkurier. Auch berichtet bei: Nordkurier (März).
Foto: schwerin.news (Archiv).
http://www.schwerin.news arbeitet ehrenamtlich – abonnieren Sie uns und werden Sie über jeden neuen Beitrag informiert.
(red)
🌐 Beitrag übersetzen
🌐 Übersetzen – kostenlos, automatisch
















Geben Sie hier ihren Senf dazu ab.