(red) Die Kriegsgräberstätte Golm auf Usedom ist ein Ort des Gedenkens und ein Spiegel deutscher Erinnerungskultur. Am Donnerstag, 5. November, 18 Uhr lädt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu einem Onlinevortrag über den Golm ein: „Umkämpfte Erinnerung – Die Kriegsgräberstätte Golm zwischen Nationalsozialismus, DDR und Bundesrepublik“.
Als Referentin spricht Katharina Feike. Sie leitet die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte (JBS) Golm und ordnet die historischen Ereignisse ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich das Erinnern an diesem Ort über die politischen Epochen hinweg verändert hat.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Im Herbst 1944 entstand auf der höchsten Erhebung Usedoms ein Soldatenfriedhof, auf dem mindestens 1.500 Gefallene bestattet wurden. Am 12. März 1945 bombardierten 661 amerikanische Flugzeuge die Stadt Swinemünde, die damals mit Flüchtlingen und Soldaten überfüllt war. Der Angriff galt dem Hafen, den auch die deutsche Kriegsmarine intensiv nutzte. Tausende Menschen starben, darunter viele Zivilistinnen und Zivilisten.
Der Vortrag zeichnet diese Geschichte nach und fragt, was der Golm zwischen Nationalsozialismus, DDR und Bundesrepublik bedeutete. Er thematisiert auch, warum eine verantwortungsvolle Erinnerungskultur für die heutige Gesellschaft wichtig ist. Dazu gibt es einen Einblick in die Arbeit der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm, die sich mit den Folgen von Krieg und Gewalt auseinandersetzt.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Für die Anmeldung genügt eine E-Mail an sekretariat@akademie-schwerin.de. Den Teilnahmelink verschickt der Veranstalter nach der Anmeldung. Gefördert wird die Veranstaltung von der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.
Quellen: Pressemitteilung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern (26. Oktober 2026). Beitragsbild: Kriegsgräberstätte Golm, Foto: Assenmacher (CC BY-SA 4.0), via Wikimedia Commons.


















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