Die Zusammenlegung von der Wohnungsgesellschaft Schwerin und dem Zentralem Gebäudemanagement ist wohl vorerst vom Tisch. Die Stadt verweist auf Umsatzsteuer, Grunderwerbsteuer und zwei getrennte Kulturen. Wie viel Steuern das kostet und was eine Fusion gespart hätte, sagt die Stadt hingegen nicht.
(stm) Seit 2013 wird alle paar Jahre mal geprüft ob Schwerins Wohnungsgesellschaft (WGS) und das Zentrale Gebäudemanagement ZGM) zusammengelegt werden sollten. Geprüft, vorgestellt, verworfen. Die jüngste Antwort der Verwaltung ist erneut ziemlich eindeutig: Es bleibt getrennt.
Die Fraktion Unabhängige Bürger/FDP im Oktober gefragt, ob die Haushaltslage eine Fusion erzwingt. Der Oberbürgermeister antwortete vergangene Woche. Das Ergebnis: keine Zusammenlegung.
Die Begründung hat vier Teile. Erstens die Umsatzsteuer: Erbrächte die Wohnungsgesellschaft ihre Leistungen an die Stadt als Betrieb gewerblicher Art, würden sie steuerpflichtig, vor allem bei den Personalkosten. Zweitens die Grunderwerbsteuer: Bei einer öffentlich-rechtlichen Form käme sie in „Größenordnungen“ auf die Stadt zu. Drittens zwei Kulturen und zwei Computersysteme, über 200 Beschäftigte. Viertens: Die Gesellschaft für Wohnen und Service und die Bestandsstrategie seien gefährdet.
Was die Stadt einräumt: Synergien gäbe es im Overhead und im Baumanagement, dazu gebündeltes Know-how und Immobilienwirtschaft aus einer Hand. Was sie nicht liefert: eine Zahl. Die Frage nach einmaligen Kosten und dauerhaften Einsparungen ist nicht öffentlich beantwortet.
Das stehe in einem Prüfbericht von 2025, Mitte 2026 im Beirat der Beteiligungsverwaltung vorgestellt, natürlich wie in Schwerin üblich – nicht öffentlich.
Eine neue Prüfung sei „nicht vorgesehen, da die letzte Untersuchung gerade erst erfolgt“ sei. Damit ist die Frage für dieses jahr erledigt. Wer wissen will, ob die Fusion Geld gebracht hätte, bekommt eine Antwort in Steuerarten, nicht in Euro.
Quelle: Anfrage der Fraktion Unabhängige Bürger/FDP vom 7. Oktober 2026, Antwort des Oberbürgermeisters vom 26. Oktober 2026.



















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