(red) Radfahrer sollen den Pfaffenteich künftig auf der Fahrbahn umrunden, nicht mehr auf dem Gehweg. Das will die Stadtverwaltung. Bis es soweit ist, dauert es: Die Vorplanung liegt frühestens im zweiten Halbjahr 2028 vor.
Anlass ist ein Prüfauftrag der Stadtvertretung aus Mai 2025. Die Verwaltung sollte untersuchen, wie die Alexandrinenstraße, die August-Bebel-Straße und der Spieltordamm fahrradfreundlicher werden können. Als Alternative zur August-Bebel-Straße sollte sie die Apothekerstraße prüfen. Das Ergebnis liegt nun vor.
Die Verwaltung hält die gemeinsame Führung von Fuß- und Radverkehr auf den Gehwegen für unzureichend. Besonders im Sommer sei rund um den Pfaffenteich viel los, auf schmalen Wegen komme es zu Begegnungs- und Überholkonflikten. Eine Unfallhäufung belegen die vorliegenden Unfallzahlen allerdings nicht. Sie spricht von einem beeinträchtigten Sicherheitsgefühl der Fußgänger.
Das Ziel: Radfahrer auf die Fahrbahn, die Wege um den Teich nur noch für Fußgänger. Voraussetzung dafür sei eine bessere Fahrbahn, und zuerst ein grundhafter Ausbau der Alexandrinenstraße.
Dafür erarbeitet die Verwaltung eine Vorplanung. Deren Ergebnisse sollen sich allerdings noch deutlich hinziehen – erst im zweiten Halbjahr 2028 sollen diese Vorplanengen vorgestellt werden, mit mehreren Gestaltungsvarianten, die Denkmalpflege und Verkehrsanforderungen in Einklang bringen sollen. Geprüft wird auch, ob Fördermittel für Radverkehrsanlagen infrage kommen.
Bemerkenswert ist die Zeitleiste. Im Juli 2025 hatte die Verwaltung ein abschließendes Prüfergebnis bis Ende 2026 angekündigt. Jetzt erklärt sie den Prüfantrag für abgeschlossen und schiebt die eigentliche Vorplanung auf 2028.
Die Grundintention des Antrages dürfte dadurch verfehlt worden sein und es stehen Schwerin rund um den Pfaffenteich mindestens zwei weitere Jahre chaotische Situationen zwischen Fuß und Radweg bevor.



















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