(stm) Plastikmüll. Über eine Fläche von mehr als 200 Metern verteilt. Hauptsächlich Schalen, Becher und Plastikgegenstände, die theoretisch vom Wind gut “gegriffen” und verteilt werden können. Das Bild, welches sich neben dem ALBA Standort in Lankow, unweit des Geothermie Werkes bietet, ist erschütternd. In einem in den sozialen Medien verbreiteten Video ist das Ausmaß der Umweltverschmutzung zu sehen. Der Facebook Nutzer, der das Video hochgeladen hat, schreibt dazu: “So sieht es hinter der Firma Alba in Schwerin am Ziegeleiteich aus.” Er habe ALBA das Bildmaterial zugesendet. Nach Aussage in dem Beitrag sei auch der nahe gelegene Teich verschmutzt. Schuld seien Raben. Und überforderte Mitarbeiter.
Sehen Sie sich bitte unbedingt das Video an, bevor Sie weiterlesen. Videoquelle: https://www.facebook.com/100001700232995/videos/730194235278774/

ALBA Nord bestätigt die Zustände.
Was ist da los?
http://www.schwerin.news hat bei ALBA Nord angefragt. Die Antwort kam zügig. Die Antwort überrascht. ALBA gesteht die Zustände ein. Auch bestätigt ALBA, dass der Teich hinter dem “Wäldchen” leide.

ALBA Nord macht „Rabenplage“ verantwortlich
Es seien Raben, gar eine Rabenplage, die dafür verantwortlich sei, dass die Unmenge an Plastikmüll im angrenzenden Waldstück gelandet sei. So schreibt ALBA: „
“ALBA kämpft in Schwerin schon seit Monaten gegen eine Raben-Plage. Die Vögel greifen sich die Verpackungsabfälle aus dem Zwischenlager der ALBA-Anlage am Ziegeleiweg und verschleppen die alten Kunststoffpackungen in das benachbarte Wäldchen am Bahngleis. Weder Vogelscheuchen, noch laute Geräusche oder Laser-Pointer schrecken die schlauen Tiere länger als ein paar Tage ab.”
Hier kann die Begründung (Antwort auf unsere Anfrage) von Alba Nord eingesehen werden.
ALBA Nord: Personal überfordert
Die Antwort von ALBA zeigt allerdings auch, dass das Unternehmen seine sogenannten “Rohstoffe” unsachgemäß lagert oder zumindest nicht ausreichend absichert. Und das könnte ordnungsrechtlich relevant sein.
So schreibt beispielsweise eine EU Verordnung (1999/31/EG) sowie die Deutsche Deponieverordnung (DepV) vor, dass Plastikmüll so gelagert werden muss, dass er keine Emissionen, Immissionen, Belästigungen oder Gefährdungen [der Umwelt] verursacht werden. Dazu gehört auch eine angemessene Absicherung der, wie ALBA es nennt “Rohstoffe”.
Die immense Masse an Umweltverschmutzung hauptsächlich auf eine Rabenplage zu schieben und nicht deutlich einzugestehen, dass hier auch eine unsachgemäße Lagerung sowie über einen längeren Zeitraum eine grob fahrlässige Umweltverschmutzung in Kauf genommen, toleriert wurde, ist nach Ansicht des Autor mindestens unredlich.
Es ist in der Vergangenheit anscheinend keine effektive Absicherung des Plastikmülls vorgenommen worden. Dass ALBA Nord zudem schreibt, dass das Personal nicht mit der Bereinigung des Waldstücks hinterherkommt, kann nicht anders als eine Überforderung des millionenschweren Unternehmens angesehen werden. So schreibt ALBA: “Das ALBA-Personal kommt mit den Säuberungsarbeiten nicht mehr hinterher.”
ALBA möchte betroffenes Waldstück roden
Alba teilt in seiner Antwort mit, dass sie das Grundstück nach Ostern reinigen wollen. Statt die Lagerung vor Ort vernünftig zu gewährleisten, möchte ALBA, nach eigenen Angaben in Rücksprache mit der Naturschutzbehörde, das Waldstück zur Behebung des Problems vollständig roden. Auf Anfrage zeigte sich darüber zumindest ein Mitglied des Schweriner Umweltausschusses sehr überrascht.
Immerhin will ALBA, was bisher anscheinend noch nicht passiert ist, zukünftig auch den Plastikmüll mit Netzen abdecken.
Stadtpolitik aufgeschreckt
Auch der Stadtpolitik ist das Thema nicht entgangen. So schreibt beispielsweise die Stadtvertreterin Silvia Rabethge (CDU), dass sie das Thema in den Ortsbeirat holen möchte. Auch andere Stadtvertreter wie beispielsweise von den UB (Unabhängige Bürger) oder auch die ASK haben in den sozialen Medien das Thema aufgegriffen und zeigten sich empört. Es wird nun abzuwarten sein, wie die Stadtpolitik auf die Umweltverschmutzung und die Aussagen von ALBA Nord reagieren wird.
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