Stadtverwaltung sieht keinen Bedarf an Konzept zur „Intensivierung der Städtepartnerschaften“

(fab)

Städtepartnerschaften sollen kulturelle Brücken bauen, wirtschaftliche Chancen eröffnen und internationale Freundschaften stärken. Schwerin unterhält derzeit sieben solcher Partnerschaften, Odense, Pila, Reggio Emilia, Tallin, Vaasa, Växjö und Wuppertal. Doch in den letzten Jahren war der Austausch eher sporadisch, finden einige. Nun fordern CDU, Unabhängige Bürger und FDP eine Intensivierung dieser Beziehungen. Die Stadtvertretung wird auf der kommenden Sitzung vorraussichtlich über einen Antrag beraten, der den interkulturellen Austausch, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Bildungsprojekte stärken soll. Der Oberbürgermeister soll demnach beauftragt werden, bis September 2025 ein Konzept mit konkreten Maßnahmen vorzulegen.

Die Verwaltung allerdings, spricht sich in einer Stellungnahme zu dem Antrag gegen die Erstellung eines zusätzlichen Konzeptes aus und empfiehlt die Ablehnung des Antrags. Nach dem Ende der Corona-Pandemie und personellen Veränderungen im Büro des Oberbürgermeisters sei der Kontakt mit den Partnerstädten bereits intensiviert worden. In den letzten sechs Monaten fanden drei gegenseitige Besuche mit der schwedischen Partnerstadt Växjö statt, die sowohl sportlichen als auch städteentwicklungstechnischen Charakter hatten. Eine Schweriner Delegation wird in wenigen Tagen zur Energy Week in Vaasa reisen, um wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen. Auch nach Odense wurden Verbindungen erfolgreich hergestellt, und ein gegenseitiger Besuch ist für dieses Jahr geplant.

Der kulturelle Austausch sei durch in Schwerin ansässige Vereine und Institutionen ausreichend gepflegt. Beispielsweise fanden Gastspiele von Ataraxia statt. Darüber hinaus werden aus dem von der Stadtvertretung erhöhten Budget von 20.000 Euro Schweriner Sportvereine bei Austauschprogrammen unterstützt. Die Ostdeutschen Karatemeisterschaften mit Beteiligung aus Odense sowie die anstehenden Besuche der Schweriner Fahrradgruppe ADFC und der Junioren-Fußballmannschaft des Neumühler SV in Vaasa sind Beispiele für solche Initiativen.

Angesichts der begrenzten personellen Ressourcen hält die Verwaltung die Erarbeitung eines zusätzlichen Konzeptes nicht für notwendig und plädiert dafür, den bereits eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Hier kann der Antrag der CDU/UB/FDP, sowie die Stellungnahme der Verwaltung eingesehen und heruntergeladen werden:


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13 Antworten zu „Stadtverwaltung sieht keinen Bedarf an Konzept zur „Intensivierung der Städtepartnerschaften““

  1. Avatar von
    Anonymous

    Damals wurde im Öffi noch darüber berichtet? Hier zu lesen! Nach 20 Jahren! Verteidigung am Hindukusch!? Jetzt von der CDU/CSU hinters Licht geführt? Grüne an die Waffen? Wat doch allet so geht.

  2. Avatar von
    Anonymous

    Es war eine (in Teilen) rechtsextreme Gruppe. Heute nicht mehr. Es gelingt auch mal was. Sind sind zurückgekehrt. Das bringt Hoffnung, dass beharrlich demokratische Arbeit Veränderung bringt. Hoffentlich keine Falschinformation.

  3. Avatar von
    Anonymous

    Panorama 17.03.2017
    „Im Vorfeld des „Marsch der Legionäre“ hatten Antifaschisten in ganz Europa zu Protesten vor lettischen Botschaften und Konsulaten aufgerufen. Die Gegner der Nazi-Verherrlichung in Riga scheinen resigniert. Behörden in Lettland legen ihnen Steine in den Weg, und der deutsche Staat macht einige der SS-Täter von damals noch immer zu Opfern. Denn an der jahrzehntelangen Praxis, auch ehemaligen SS-Männern „Opferrenten“ zu zahlen, hat sich seit der Aufdeckung durch Panorama 1993 im Wesentlichen nichts geändert.

    Der SS-Gedenkmarsch und der eskalierende Konflikt mit Moskau lockt Nationalisten aus ganz Osteuropa nach Riga. Eine Abordnung ukrainischer Rechtsextremer ist ebenso angereist wie Gruppen aus Estland, Litauen und Polen. Vladislav Kovalcuk, Repräsentant der Partei „National Corps“, sagt, er wolle in Riga „Solidarität zeigen“. „Wir kämpfen im Osten der Ukraine gegen Russland“, die lettischen SS-Männer hätten die gleiche Situation damals erlebt, so Kovalcuk. „National Corps“ ist der politische Arm der paramilitärischen Asow-Bataillone, die offen Nazi-Symbolik verwenden.“

    ZDF 14.06.2024
    „Die Asow-Brigade war einst eine rechtsextreme Gruppe – heute gehört sie zu den stärksten Kampfeinheiten der Ukraine.“

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