(red/stm)
Das Rennen um die Nachfolge von Sebastian Ehlers an der Spitze der Schweriner Stadtvertretung nimmt Konturen an. Nach Mandy Pfeifer ist nun mit Thomas de Jesus Fernandes der zweite bekannte Kandidat für das Amt des Stadtpräsidenten im Gespräch. Die AfD-Fraktion schlägt den Landtagsabgeordneten und Schweriner Stadtvertreter für die Wahl am kommenden Montag vor.
Der Posten wird frei, weil Sebastian Ehlers sein Amt als Stadtpräsident mit Wirkung zum 29. Juni 2026 niederlegt. Sein Mandat in der Stadtvertretung gibt der künftige Oberbürgermeister zum 6. Juli ab. Die Neuwahl der Stadtpräsidentin oder des Stadtpräsidenten ist für die Sitzung der Stadtvertretung am 29. Juni vorgesehen.
Mit der Nominierung von Fernandes unterstreicht die AfD ihren Anspruch auf das Amt. Sie ist in der Schweriner Stadtvertretung derzeit mit zwölf Mitgliedern die stärkste Fraktion; dahinter folgen CDU, SPD, Linke sowie Grüne/Die Partei und mehrere fraktionslose Mitglieder.
Thomas de Jesus Fernandes ist seit 2016 Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion und Sprecher seiner Fraktion unter anderem für Sozial-, Sport-, Gesundheits- und Medienpolitik.
Bereits zuvor hatte Mandy Pfeifer ihre Kandidatur erklärt. Die SPD-Politikerin war bei der Oberbürgermeisterwahl gegen Sebastian Ehlers angetreten und ihm in der Stichwahl unterlegen. Nach NDR-Angaben will Pfeifer das Amt nutzen, um weiter für ihre politischen Ziele zu arbeiten und verbindend zwischen den Parteien zu wirken.
Damit zeichnet sich für Montag eine politisch brisante Wahl ab. Offen ist, ob weitere Vorschläge folgen – und ob sich in der Stadtvertretung eine Mehrheit für eine der bislang bekannten Kandidaturen findet.
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