Erste Hochrechnung: BSW und CDU müssen zittern. AfD knapp vor SPD.

Wir werden uns am späteren Abend erneut melden, sobald das vorläufige Endergebnis feststeht.

(stm)

Die erste Hochrechnung zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern verschiebt das Bild der 18-Uhr-Prognose noch einmal. Nach Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen von 18:27 Uhr liegt die AfD bei 37,8 Prozent und damit 1,5 Prozentpunkte vor der SPD mit 36,3 Prozent. Der Abstand zwischen den beiden großen Parteien bleibt damit exakt so groß wie in der ersten Prognose. Entscheidend ist allerdings: Die Zahlen beruhen nun bereits auf tatsächlich ausgezählten Stimmen und nicht mehr nur auf einer Prognose.

Für die CDU wird es noch enger. Die Christdemokraten kommen in der ersten Hochrechnung nur noch auf 5,1 Prozent und liegen damit gerade einmal 0,1 Prozentpunkte über der Fünf-Prozent-Hürde. Auch bei den Grünen bleibt es mit 5,5 Prozent knapp. Die Linke liegt bei 6,2 Prozent. Besonders spannend ist das Ergebnis des BSW: In der 18-Uhr-Prognose lag die Partei noch genau bei 5,0 Prozent, in der ersten Hochrechnung fällt sie nun auf 4,8 Prozent. Damit würde das BSW nach diesem Zwischenstand den Einzug in den Landtag verpassen.

Auch der Vergleich mit der letzten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zeigt, wie eng sich das Feld entwickelt hat. Am 17. September wurden für die SPD 37 Prozent und für die AfD 36 Prozent gemessen. Die AfD liegt in der ersten Hochrechnung nun 1,8 Punkte höher, die SPD 0,7 Punkte niedriger. Die Linke fällt gegenüber den 9 Prozent der letzten Umfrage auf 6,2 Prozent. Die CDU liegt mit 5,1 Prozent unter den zuvor gemessenen 6 Prozent. Das BSW bleibt mit 4,8 Prozent unter seiner letzten Umfrage von 4 Prozent zwar darüber, liegt aber nun unter der entscheidenden Fünf-Prozent-Marke.

Damit konzentriert sich die Spannung des Wahlabends längst nicht mehr nur auf die Frage, ob AfD oder SPD vorne liegt. Mindestens ebenso entscheidend ist, welche Parteien tatsächlich die Fünf-Prozent-Hürde überspringen. Bei CDU und BSW reichen bereits wenige Zehntelprozentpunkte für einen erheblichen Unterschied bei der Zusammensetzung des neuen Landtags. Die FDP liegt mit 1,0 Prozent deutlich darunter. Auf die sonstigen Parteien entfallen 3,3 Prozent.

Die hohe Wahlbeteiligung könnte dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Bis 14 Uhr hatten landesweit bereits 40,7 Prozent der Wahlberechtigten in den Wahllokalen abgestimmt. Bei der Landtagswahl 2021 waren es zu diesem Zeitpunkt 32,5 Prozent gewesen. Für Schwerin hatte www.schwerin.news bereits am Nachmittag unter Einbeziehung der Briefwahl mit einer Beteiligung von rund 60 Prozent berichtet.

Noch ist das kein amtliches Endergebnis. Die Hochrechnung wird im Laufe des Abends mit dem weiteren Auszählungsstand aktualisiert. Die Landeswahlleitung veröffentlicht die amtlichen Zwischenstände fortlaufend; das vorläufige Ergebnis wird erst später in der Nacht erwartet.


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