Landtagswahl in Schwerin: Hohe Wahlbeteiligung erwartet. Erste Prognosen ab 18 Uhr.

(stm) HINWEIS: http://www.schwerin.news wird weiter berichten und diesen Beitrag fortlaufend ergänzen.

Stand 18:02 Uhr:

Landtagswahl 2026: AfD vor SPD – BSW zittert um den Einzug

Erste ARD-Prognose: AfD 37,0 Prozent, SPD 35,5 Prozent – CDU und Grüne bei 5,5 Prozent

Die erste Prognose zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist da – und sie verändert das Bild der vergangenen Tage. Die AfD liegt mit 37,0 Prozent vor der SPD, die auf 35,5 Prozent kommt. Der Abstand beträgt 1,5 Prozentpunkte. Noch wenige Tage vor der Wahl hatte die Forschungsgruppe Wahlen die SPD mit 37 Prozent knapp vor der AfD mit 36 Prozent gesehen.

Damit liegt die AfD nach der ersten ARD-Prognose vorne. Das Ergebnis ist zugleich deutlich enger als manche frühere Umfragewerte: Die letzte Infratest-dimap-Umfrage vom 10. September hatte die AfD noch bei 38 Prozent und die SPD bei 33 Prozent gesehen. Die jüngste Forschungsgruppe-Wahlen-Erhebung vom 17. September kam dagegen auf 37 Prozent für die SPD und 36 Prozent für die AfD. Die erste Prognose liegt nun bei 37,0 zu 35,5 Prozent.

Auf Platz drei landet die Linke mit 7,5 Prozent. Dahinter folgen CDU und Grüne mit jeweils 5,5 Prozent. Damit liegen beide Parteien nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Noch enger ist es beim BSW. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt in der ersten ARD-Prognose auf exakt 5,0 Prozent. Damit steht eine der spannendsten Zahlen des Wahlabends bereits fest: Ob das BSW tatsächlich in den neuen Landtag einzieht, kann bei diesem Wert erst mit den weiteren Hochrechnungen und schließlich dem amtlichen Ergebnis geklärt werden.

Für CDU und Grüne gilt ebenfalls: 5,5 Prozent sind noch kein komfortabler Abstand zur Sperrklausel. Beide Parteien liegen zwar nach der Prognose über der Fünf-Prozent-Marke, bewegen sich aber in einem Bereich, in dem sich mit den weiteren Auszählungen noch einiges verändern kann.

Für die CDU ist der Wert besonders auffällig. Die Partei kommt nach der ersten Prognose nur auf 5,5 Prozent. Noch bei der Landtagswahl 2021 hatte die CDU 13,3 Prozent erreicht. Auch die jüngste Forschungsgruppe-Wahlen-Umfrage hatte die CDU mit 6 Prozent bereits deutlich niedriger gesehen.

Auch bei der SPD ist der Abstand zur vergangenen Landtagswahl erheblich. 2021 kam die Partei auf 39,6 Prozent. Die erste Prognose 2026 sieht sie nun bei 35,5 Prozent. Die AfD dagegen steht bei 37,0 Prozent – gegenüber 16,7 Prozent im Jahr 2021.

Noch nicht entschieden ist damit vor allem die Frage, wie viele Parteien tatsächlich im neuen Landtag vertreten sein werden. Nach der ersten Prognose liegen SPD, AfD, Linke, CDU, Grüne und BSW bei mindestens fünf Prozent. FDP und die übrigen Parteien bleiben dagegen deutlich darunter: Die FDP kommt auf 1,2 Prozent, alle übrigen Parteien zusammen auf 2,8 Prozent.

Gerade das BSW steht dabei im Mittelpunkt. Mit genau fünf Prozent ist die Partei nach der ersten Prognose an der entscheidenden Schwelle. Schon kleinste Verschiebungen bei den kommenden Hochrechnungen können deshalb die Zusammensetzung des Landtages verändern.

Auch für die Sitzverteilung ist diese Frage entscheidend. Je nachdem, ob das BSW die Fünf-Prozent-Hürde tatsächlich überspringt, werden die Sitze auf fünf oder sechs Parteien verteilt. Eine belastbare Sitzverteilung lässt sich aus der ersten Prognose deshalb noch nicht als endgültiges Ergebnis ableiten.

Spannend ist außerdem der Blick auf die Wahlbeteiligung. Bereits bis 14 Uhr hatten nach Angaben des Landeswahlleiters 40,7 Prozent der Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern in den Wahllokalen abgestimmt. 2021 waren es zu diesem Zeitpunkt 32,5 Prozent. Die endgültige Wahlbeteiligung lag 2021 bei 70,8 Prozent. Auch Schwerin meldete bereits am Nachmittag eine deutlich erhöhte Beteiligung; inklusive Briefwahl lag die Beteiligung nach den vorliegenden Angaben zu diesem Zeitpunkt bei rund 60 Prozent.

Damit ist der Wahlabend noch lange nicht abgeschlossen. Die erste Prognose ist eine Momentaufnahme. Mit jeder weiteren Hochrechnung wird sich zeigen, ob der Vorsprung der AfD vor der SPD Bestand hat, ob CDU und Grüne ihre 5,5 Prozent halten können und vor allem, ob das BSW tatsächlich über der entscheidenden Schwelle bleibt.

Die aktuellen Ergebnisse und Hochrechnungen können unter anderem bei der Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern, beim NDR, beim ZDF und bei Wahlrecht.de verfolgt werden. Die amtlichen Zahlen werden im Laufe des Abends weiter aktualisiert. www.schwerin.news berichtet parallel über die Entwicklung und insbesondere über die Ergebnisse aus Schwerin.


Stand: 18:00 Uhr

Die Wahllokale sind geschlossen.

Stand: 17:00 Uhr

In einer Stunde schließen die Wahllokale. Es zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Währen die Parteien ihre Wahlpartys vorbereiten, fährt ein Lautsprecherwagen durch die Stadt und beschallt die Leute.

Ganz MV wartet auf die ersten Prognosen und Hochrechnungen. In einigen Schweriner Wahllokalen war u.a. die ARD mit entsprechenden Personal vor Ort um entsprechende Prognosedaten von Freiwilligen Wählerinnen und Wählern zu erheben.

Wir werden die ersten Zahlen so zeitnah wie möglich liefern.


Stand: 15.20 Uhr

Bei der Landtagswahl 2026 haben bis 14 Uhr in den beiden Schweriner Landtagswahlkreisen bereits rund 40 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme direkt im Wahllokal abgegeben. Das teil die Stadt Schwerin auf ihrer Internetseite mit. Im Wahlkreis 8 – Schwerin I waren es 38,5 Prozent, im Wahlkreis 9 – Schwerin II sogar 39,9 Prozent. Das teilte die Stadt Schwerin am Sonntagnachmittag mit.

Im Wahlkreis 8 hatten bis 14 Uhr 18.886 Menschen an der Urne gewählt, im Wahlkreis 9 waren es 10.941. Insgesamt sind in Schwerin I 49.050 Menschen und in Schwerin II 27.415 Menschen wahlberechtigt. Zusammengenommen hatten damit bereits 29.827 Schwerinerinnen und Schweriner direkt im Wahllokal gewählt.

Die Zahlen zeigen allerdings nur einen Teil der tatsächlichen Wahlbeteiligung. Nicht enthalten ist die Briefwahl.

Auch die Briefwahl ist bereits stark genutzt worden: Im Wahlkreis 8 hatten 13.886 Menschen Briefwahlunterlagen angefordert, davon waren bis 14 Uhr bereits 13.125 Wahlbriefe bei der Wahlbehörde eingegangen. Das entspricht 94,5 Prozent der angeforderten Briefwahlunterlagen. Im Wahlkreis 9 wurden 5.615 Unterlagen angefordert, davon waren bereits 5.314 Wahlbriefe eingegangen – 94,6 Prozent. Insgesamt waren damit in beiden Schweriner Wahlkreisen 18.439 Wahlbriefe eingegangen.

Zählt man diese zu den bereits abgegebenen Stimmen in den Wahllokalen hinzu, ergibt sich rechnerisch eine Beteiligung von rund 63 Prozent. Die tatsächliche Wahlbeteiligung lässt sich daraus allerdings erst nach Prüfung und Auszählung der Briefwahl bestimmen.

Damit zeichnet sich in Schwerin bereits am frühen Nachmittag eine erhebliche Wahlaktivität ab. Auch vor Ort war viel Betrieb zu beobachten. Im Wahllokal am Marstall lag die Beteiligung nach Beobachtung von schwerin.news gegen 14 Uhr bereits bei knapp 50 Prozent. Dabei handelt es sich allerdings um die Beobachtung eines einzelnen Wahllokals und ausdrücklich nicht um einen stadtweiten Wert.


Landesweit liegt die Wahlbeteiligung um 14 Uhr deutlich über dem Wert von 2021. Nach Angaben von Landeswahlleiter Dr. Christian Boden haben bis 14 Uhr 40,7 Prozent der rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme in den Wahllokalen abgegeben. Bei der Landtagswahl 2021 waren es zum selben Zeitpunkt 32,5 Prozent. Die endgültige Wahlbeteiligung lag 2021 bei 70,8 Prozent. Damit liegt die Beteiligung an den Urnen diesmal um 8,2 Prozentpunkte über dem Vergleichswert von 2021. Die Briefwahl ist in diesen Angaben nicht enthalten.

Stand: 13.30 Uhr

Auch das Medieninteresse an Schwerin ist am Wahltag auffällig groß. In der Innenstadt sind Fahrzeuge von Welt, NDR und weiteren überregionalen Medien unterwegs. Schwerin steht bei dieser Landtagswahl besonders im Fokus, unter anderem weil hier mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm zwei besonders bekannte Kandidaten um ein Direktmandat antreten. Das ZDF berichtet heute ebenfalls aus Schwerin.

Am Abend wird es in der Stadt an mehreren Stellen Wahlveranstaltungen geben. Das BSW verfolgt den Wahlabend auf dem Markt, die Linke trifft sich am Schlachtermarkt. Die SPD veranstaltet ihre Wahlparty im Brinkama’s. Daneben gibt es unabhängige Wahlbeobachtungs- und Viewing-Veranstaltungen, unter anderem im Knotenpunkt in der Mecklenburgstraße.

Die Landeswahlleitung kündigt für den heutigen Abend ab etwa 19 Uhr erste Zwischenergebnisse an. Das vorläufige Ergebnis der Landtagswahl wird voraussichtlich nach 23 Uhr vorliegen. Die Ergebnisse können laufend über das offizielle Ergebnisportal der Landeswahlleitung verfolgt werden.

Für Schwerin sollen die aktuellen Informationen zu den vorläufigen Ergebnissen ab 18 Uhr über die Internetseite der Stadt veröffentlicht werden.

Am Montag, 21. September, stellt Landeswahlleiter Dr. Christian Boden um 12.30 Uhr im Schweriner Schloss das vorläufige Ergebnis der Landtagswahl vor und berichtet über den Ablauf der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern.

Hier gibt es nach 18 Uhr dann die Wahlergebnisse:

https://wahlen.mvnet.de/dateien/ergebnisse.2026/landtagswahl.html

http://www.schwerin.news wird weiter berichten und diesen Beitrag fortlaufend ergänzen.

Wahlbeteiligung in Mecklenburg Vorpommern bis 14 Uhr:


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