UPDATE: 18:44 Die erste Hochrechnung ist da:
Erste Hochrechnung: BSW und CDU müssen zittern. AfD knapp vor SPD. – schwerin.news
Alter Bericht:
Erste ARD-Prognose: AfD 37,0 Prozent, SPD 35,5 Prozent – CDU und Grüne bei 5,5 Prozent. Sehr hohe Wahlbeteiligung – wohl über 79 %
(stm) Die erste Prognose zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist da – und sie verändert das Bild der vergangenen Tage. Die AfD liegt mit 37,0 Prozent vor der SPD, die auf 35,5 Prozent kommt. Der Abstand beträgt 1,5 Prozentpunkte. Noch wenige Tage vor der Wahl hatte die Forschungsgruppe Wahlen die SPD mit 37 Prozent knapp vor der AfD mit 36 Prozent gesehen.
Damit liegt die AfD nach der ersten ARD-Prognose vorne. Das Ergebnis ist zugleich deutlich enger als manche frühere Umfragewerte: Die letzte Infratest-dimap-Umfrage vom 10. September hatte die AfD noch bei 38 Prozent und die SPD bei 33 Prozent gesehen. Die jüngste Forschungsgruppe-Wahlen-Erhebung vom 17. September kam dagegen auf 37 Prozent für die SPD und 36 Prozent für die AfD. Die erste Prognose liegt nun bei 37,0 zu 35,5 Prozent.
Auf Platz drei landet die Linke mit 7,5 Prozent. Dahinter folgen CDU und Grüne mit jeweils 5,5 Prozent. Damit liegen beide Parteien nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.
Noch enger ist es beim BSW. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt in der ersten ARD-Prognose auf exakt 5,0 Prozent. Damit steht eine der spannendsten Zahlen des Wahlabends bereits fest: Ob das BSW tatsächlich in den neuen Landtag einzieht, kann bei diesem Wert erst mit den weiteren Hochrechnungen und schließlich dem amtlichen Ergebnis geklärt werden.
Für CDU und Grüne gilt ebenfalls: 5,5 Prozent sind noch kein komfortabler Abstand zur Sperrklausel. Beide Parteien liegen zwar nach der Prognose über der Fünf-Prozent-Marke, bewegen sich aber in einem Bereich, in dem sich mit den weiteren Auszählungen noch einiges verändern kann.
Für die CDU ist der Wert besonders auffällig. Die Partei kommt nach der ersten Prognose nur auf 5,5 Prozent. Noch bei der Landtagswahl 2021 hatte die CDU 13,3 Prozent erreicht. Auch die jüngste Forschungsgruppe-Wahlen-Umfrage hatte die CDU mit 6 Prozent bereits deutlich niedriger gesehen.
Auch bei der SPD ist der Abstand zur vergangenen Landtagswahl erheblich. 2021 kam die Partei auf 39,6 Prozent. Die erste Prognose 2026 sieht sie nun bei 35,5 Prozent. Die AfD dagegen steht bei 37,0 Prozent – gegenüber 16,7 Prozent im Jahr 2021.
Noch nicht entschieden ist damit vor allem die Frage, wie viele Parteien tatsächlich im neuen Landtag vertreten sein werden. Nach der ersten Prognose liegen SPD, AfD, Linke, CDU, Grüne und BSW bei mindestens fünf Prozent. FDP und die übrigen Parteien bleiben dagegen deutlich darunter: Die FDP kommt auf 1,2 Prozent, alle übrigen Parteien zusammen auf 2,8 Prozent.
Gerade das BSW steht dabei im Mittelpunkt. Mit genau fünf Prozent ist die Partei nach der ersten Prognose an der entscheidenden Schwelle. Schon kleinste Verschiebungen bei den kommenden Hochrechnungen können deshalb die Zusammensetzung des Landtages verändern.
Auch für die Sitzverteilung ist diese Frage entscheidend. Je nachdem, ob das BSW die Fünf-Prozent-Hürde tatsächlich überspringt, werden die Sitze auf fünf oder sechs Parteien verteilt. Eine belastbare Sitzverteilung lässt sich aus der ersten Prognose deshalb noch nicht als endgültiges Ergebnis ableiten.
Spannend ist außerdem der Blick auf die Wahlbeteiligung. Bereits bis 14 Uhr hatten nach Angaben des Landeswahlleiters 40,7 Prozent der Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern in den Wahllokalen abgestimmt. 2021 waren es zu diesem Zeitpunkt 32,5 Prozent. Die endgültige Wahlbeteiligung lag 2021 bei 70,8 Prozent. Auch Schwerin meldete bereits am Nachmittag eine deutlich erhöhte Beteiligung; inklusive Briefwahl lag die Beteiligung nach den vorliegenden Angaben zu diesem Zeitpunkt bei rund 60 Prozent.
Damit ist der Wahlabend noch lange nicht abgeschlossen. Die erste Prognose ist eine Momentaufnahme. Mit jeder weiteren Hochrechnung wird sich zeigen, ob der Vorsprung der AfD vor der SPD Bestand hat, ob CDU und Grüne ihre 5,5 Prozent halten können und vor allem, ob das BSW tatsächlich über der entscheidenden Schwelle bleibt.
Die aktuellen Ergebnisse und Hochrechnungen können unter anderem bei der Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern, beim NDR, beim ZDF und bei Wahlrecht.de verfolgt werden. Die amtlichen Zahlen werden im Laufe des Abends weiter aktualisiert. www.schwerin.news berichtet parallel über die Entwicklung und insbesondere über die Ergebnisse aus Schwerin.
Sobald die erste Hochrechnung vorliegt, melden wir uns erneut.














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