red/stm
Razzia in Schweriner Spätis: Behörden kontrollieren mehrere Geschäfte – Ermittlungen laufen
Schwerin. Mit einem größeren Aufgebot haben Polizei, Zoll, Gewerbeamt der Landeshauptstadt Schwerin und die Steuerverwaltung Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag mehrere Spätverkaufsstellen in der Schweriner Innenstadt kontrolliert. Parallel wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Schwerin drei Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Schwerin vollstreckt.
Kontrolliert wurden nach Polizeiangaben drei Gewerbebetriebe sowie eine Wohnung. Dabei stellten die Einsatzkräfte einen gewerberechtlichen Verstoß sowie mutmaßliche Verstöße gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz fest. Die Verfahren werden nun von den jeweils zuständigen Behörden weitergeführt.
Nach Informationen von schwerin.news beziehen sich die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz auf Cannabis-Ersatzprodukte beziehungsweise sogenannte Spice-Produkte. Dabei handelt es sich nicht um klassisches Cannabis, sondern um Produkte, die mit synthetischen Cannabinoiden oder anderen neuartigen psychoaktiven Stoffen versetzt sein können. Der rechtliche Status solcher Produkte ist kompliziert: Je nach enthaltenen Wirkstoffen können einzelne Erzeugnisse legal gehandelt werden, während andere unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz fallen und verboten sind.
Ob die bei den Kontrollen sichergestellten Produkte tatsächlich verbotene Stoffe enthielten, müssen nun die weiteren Ermittlungen und gegebenenfalls chemische Untersuchungen klären.
Die Verbundkontrollen dienten nach Angaben der Polizei der Bekämpfung von Rauschmittelkriminalität, Schwarzarbeit, Steuerverstößen sowie weiteren Rechtsverstößen. Durch die Zusammenarbeit mehrerer Behörden sollen unterschiedliche Zuständigkeiten gebündelt und Kontrollen effizienter durchgeführt werden.
Zu den betroffenen Geschäften oder zu möglichen Beschuldigten machten Polizei und Staatsanwaltschaft bislang keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen dauern an und werden laut einer aktuellen Polizeimeldung von den jeweils beteiligten Behörden weitergeführt.
http://www.schwerin.news wird bis Ende der Woch bei den entsprechenden Späti Betreibern Interviewanfragen stellen, um Leserinnen und Lesern umfassender über den Vorgang zu informieren.
Abonnieren Sie uns gerne kostenfrei, wenn Sie dazu und zu weiteren Beiträgen informiert werden wollen.













Was sagen Sie dazu?