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Landes-Suchtbericht: Fast 10.000 Suchtkranke und Angehörige fragen in MV nach Hilfe – Schwerins Anlaufstelle in der Mecklenburgstraße
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Fast 10.000 Menschen haben im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern Hilfe bei Suchtproblemen gesucht. 9.959 Hilfesuchende wandten sich 2025 an die 24 Sucht- und Drogenberatungsstellen des Landes – 186 mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Landes-Suchtbericht 2025 hervor, den die Landesregierung und die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen (LAKOST) heute vorgestellt haben. 8.968 von ihnen kamen wegen einer eigenen Suchtthematik, 991 als Angehörige.

Die Landeshauptstadt hat daran einen erheblichen Anteil: In Schwerin betreibt die Evangelische Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern gGmbH die Sucht- und Drogenberatungsstelle in der Mecklenburgstraße 97. Sie ist die zentrale ambulante Anlaufstelle der Stadt – vom Klienten ohne Wohnung bis zur Familie, die nicht weiter weiß.

Der Bericht, dem die einheitlichen Dokumentationsdaten aller Beratungsstellen zugrunde liegen, zeigt ein klares Bild: Alkohol bleibt Suchtproblem Nummer eins. 5.287 Menschen wurden mit einer Alkoholproblematik beraten – mehr als die Hälfte aller Fälle. Das Durchschnittsalter dieser Klientinnen und Klienten liegt bei 47,2 Jahren.

Bei den illegalen Drogen geht die Kurve nach oben: 1.528 Beratungsfälle bedeuten ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Cannabisfälle sanken leicht auf 899 (−4,1 Prozent). Auffällig ist die Entwicklung beim Kokain: Das Durchschnittsalter der Betroffenen sank von 41,9 Jahren (2024) auf 36,1 Jahre (2025) – die Problematik erreicht deutlich jüngere Menschen.

Zugenommen hat laut Bericht auch das pathologische Glücksspiel (178 Fälle), mit einer Verlagerung von Spielhallen hin zu Online-Angeboten. Exzessive Mediennutzung wurde bei 103 Menschen als Hauptdiagnose dokumentiert.

Die Zahl der minderjährigen Ratsuchenden stieg um 97 Personen. Die meisten von ihnen wurden wegen einer Cannabisproblematik (106) oder einer Alkoholproblematik (43) beraten. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) sagte zur Vorstellung des Berichts, Sucht zerstöre nicht nur die Gesundheit, sondern belaste ganze Familien. Das Land setze deshalb auf frühe Prävention, digitale Beratungsangebote und einen besseren Jugendschutz.

Für Schwerin gilt das in besonderem Maße: Die Stadt hatte die Suchtprävention an Schulen im vergangenen Jahr verstetigt – erreichten deren Präventionsangebote laut Gesundheitsamt in zwölf Monaten mehr als 960 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 8. Wer selbst oder als Angehöriger Hilfe braucht, findet sie kostenlos und vertraulich in der Sucht- und Drogenberatungsstelle, Mecklenburgstraße 97, telefonisch unter 0385 5507568. Alle Beratungsstellen des Landes listet die LAKOST unter lakost-mv.de/unterstuetzung.

Lesen Sie dazu auch gerne: Schwerin verstetigt Suchtprävention an Schulen: 960 Schüler erreicht, Mit 2,13 Promille auf dem E-Scooter unterwegs und Zehn Haftbefehle nach Drogenermittlungen im Mueßer Berg.

Auch berichtet bei: Stern/dpa: Alkohol bleibt Suchtproblem Nummer eins in MV

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Quellen: Landes-Suchtbericht 2025 „Ambulante Suchthilfe“ (LAKOST Mecklenburg-Vorpommern, veröffentlicht 13.10.2026); Pressemitteilung PM 253/2026 der Landesregierung MV; MV-Serviceportal (Adresse Sucht- und Drogenberatungsstelle Schwerin). Symbolfoto: Jon Worth (CC BY 2.0), via Wikimedia Commons.

(red)

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