(red) 2,7 Millionen Euro kostet Schwerin der Tarifabschluss in diesem Jahr. Es ist der größte Posten im Nachtragshaushalt, und der einzige, über den in Schwerin niemand verhandelt hat.
Im Finanzbericht zum 31. August schreibt die Verwaltung, sie habe den Mehrbedarf auf Grundlage des Ergebnisses der Tarifverhandlung berechnet. Im Haushaltsplan von 2026 kommt der Betrag nicht vor.
Verhandelt wurde in zwei Schritten. Ab April 2025 stiegen die Tabellenentgelte um 3 Prozent, mindestens 110 Euro im Monat. Ab Mai 2026 kommen 2,8 Prozent dazu. Die Laufzeit endet im März 2027.
Die Zulagen stiegen stärker als die Gehälter: Schichtarbeit von 40 auf 100 Euro, Wechselschicht von 105 auf 200 Euro. Auch das 13. Monatsgehalt wurde angehoben.
ver.di hat vorgerechnet, was ankommt. Eine Erzieherin hat bis Ende der Laufzeit rund 230 Euro mehr im Monat, ein Müllwerker rund 200.
In Schwerin fällt die zweite Stufe in dieses Haushaltsjahr, also mitten in die Sperre, die seit Februar gilt. Bei den Beamten kommt die Übertragung des Abschlusses noch obendrauf.
90.000 Euro gehen zusätzlich an die Unfallversicherung, deren Tarife sich geändert haben. Auch dieser Betrag steht in dem Bericht, in derselben Reihe wie die 2,7 Millionen.
Ausgehandelt wurde der Abschluss in Berlin zwischen den Gewerkschaften und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber. Die Rechnung liegt in Schwerin, und sie kommt unabhängig davon, welche Projekte die Stadtvertretung in diesem Jahr noch beschließt oder streicht.


















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