Wir holen „Die Straße“ und Vergessenes zurück: hunderte Hefte Schweriner Geschichte neu erzählt

(stm/red)

In eigene Sache:

Viele haben uns geschrieben und angesprochen. Am Markt, per Mail, unter Artikeln: Wo bleibt die Stadtgeschichte? Könnt ihr nicht mehr zu früher in Schwerin machen? Die Nachfrage ist da. Unsere Antwort auch.

Die Redaktion von schwerin.news kann auf ein Archiv zurückgreifen, das in den letzten Monaten stark gewachsen ist. Inzwischen liegen rund 100 Ausgaben von die straße bei uns, dazu dutzende Mecklenburg-Hefte und dutzende Bücher aus zwei Jahrhunderten über Schwerin. Magazine und weitere Artikel aus Jahrzehnten kommen dazu. Das ist kein Staub im Regal. Das ist Stadtgeschichte auf Papier. Wir machen sie wieder lesbar, digital.

schwerin.news bleibt, was es ist: tagesaktuelle News, Polizeiberichte, meinungsstarke Artikel. Ehrenamtlich, kostenlos, schnell wenn es darauf ankommt. Daran ändert die neue Reihe nichts. Wir legen sogar drauf.

Die Konkurrenz Schwerin-Lokal ist wieder eigenständig unterwegs, macht kritischen Lokaljournalismus und hängt nicht mehr im Hauspost-Netzwerk. Das ist gut für die Stadt. Für uns heißt das aber nicht, dass wir Platz überlassen. Im Gegenteil. Ab sofort erscheint auf schwerin.news mindestens ein Artikel mehr pro Tag. Damit bekommt der Wunsch vieler Leserinnen und Leser nach Stadtgeschichte, Anekdoten und Archivgut einen festen Platz, zusätzlich zum täglichen Programm.

Das passt gerade doppelt. Auf Instagram sind wir seit einigen Tagen als Gassenreporter unterwegs. Wer durch die Gassen geht, landet irgendwann auf der Straße. Dass eine unserer neuen Quellen ausgerechnet die straße heißt, ist Zufall mit Augenzwinkern. Wir nehmen ihn gern mit. Jede Folge beginnt mit einer Vorlage aus dem Archiv.

Wir prüfen die Fakten, recherchieren nach, ordnen ein und schreiben neu. Nicht als Kopie alter Hefte, sondern als neuer Artikel für heute. Was stimmt noch? Was hat sich geändert? Wo steht das heute in Schwerin? So wie bei den ersten beiden Stücken zur Münzprägung zwischen Schloss und Pfaffenteich und zu den Bürgermeistern zwischen zwölf Tagen und 43 Jahren. Faktenbasiert, im Fließtext, wie gewohnt mit Quellenangaben am Ende. Denn Straßenmagazin „Die Straße“ existiert nun seit fast 10 Jahren nicht mehr. Autoren sind inzwischen verstorben, die Redaktionsleitung weilt auch nicht mich unter uns. Die Hefte und Geschichten wurden nie digital erfasst, stehen vor dem „vergessen werden“.

Unsere neue Reihe lebt nicht nur von den alten gedruckten Artikeln sondern auch von Hinweisen aus der Stadt. Habt ihr Hefte, Fotos oder Themen, die ins Archiv passen und neu erzählt werden sollen?

Schickt sie uns. Gibt es eine Straße, ein Haus, eine Anekdote, die wir als nächstes aus dem Archiv holen sollen? Rein damit. Was ihr uns gebt, prüfen wir und machen daraus die nächste Folge. Wir gehen also wieder auf die Straße. Als Gassenreporter. Mit Archiv unter dem Arm. News für heute bleiben. Geschichte für Schwerin kommt dazu.

Wenn – so die Schätzung, alle „Die Straße“ Artikel in den kommenden 3 Monaten durchgegangen sind, werden wir die Hefte als „Sammlung“ selbstverständlich dem Stadtarchiv übergeben. Bis dahin, lassen wir euch an dem Papiergut teilhaben.


Die neue Reihe ist bereits auf www.schwerin.news gestartet und auch bei dem Gassenreporter auf Instagram zu finden. Die Namen der Autoren werden würdigend genannt – die Artikel aufbereitet und ergänzt. Langfristig wollen wir die alten Hefte digitalisieren und abrufbar machen. Aber das wird noch dauern.

Hinweise, Themenwünsche und Archivmaterial gern an die Redaktion. redaktion@schwerin.news

Die ersten zwei Beiträge aus der neuen Reihe:


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